Wie war es für mich? (Klimaschutz Projekt Hörspiel mit Spax und seinem Team)

Als ich von diesem Projekt gehört hab, war ich einfach fasziniert. Ich wollte sofort mitmachen, ich hab mich angemeldet und war sofort ein Teil des Teams.

Der erste Tag fing sogar mit einem Ausflug an, der war besonders toll. Dort waren wir mit Spax und seinem Team – es war es richtig geil. 

Als wir durch den Wald gewandert sind, war ich sauer, weil meine Schuhe dreckig geworden sind. Als wir angekommen sind hat mir Spax‘ Frau Hilke gesagt, wie ich meine Schuhe sauber bekomme, das war richtig lieb. 

Mir ist aufgefallen, dass ich auch mit Älteren arbeiten kann. 

Ich war traurig, dass ich die Rolle von Diana nicht bekommen habe, aber Spax hat mich getröstet und hat mir sogar extra einen neuen Charakter erfunden, da war ich richtig froh und das fand ich auch richtig lieb. 

Alle sind richtig LIEB!!!

Silvana, 6. Klasse/Albert Einstein Schule Laatzen

Wochenrückblick von der Albert Einstein Schule, Laatzen

Unser erster Tag startete mit einer 30 minütigen Wanderung in der Lüneburger Heide. Durch den Regen waren die meisten Mundwinkel schon nach unten gewandert. Doch dieser Kurztrip brachte uns schon eine Menge Ideen, durch die Kulisse, die den Eindruck erweckte als wären wir schon in der zerstörten Welt von 8-8-0. Nachdem wir den matschigen Weg durch Weide und Moor bewältigt hatten, kamen wir an der AlfredToepferAkademie für Naturschutz an. Nach einem warmen Tee und dem Sammeln von Ideen für die Geschichte erfüllte Motivation den Raum. Wir erschufen Charaktere für unsere Geschichte und konnten uns richtig in sie hinein versetzten. Jeder bekam eine spannende Background Story und im Nu waren sie in unseren Gedanken lebendig. Die folgenden Tage verliefen noch besser. Wir haben zusammen geplant wie die Story ablaufen soll und konnten spannende Dialoge schreiben. Die Szenen wurden von Mal zu Mal lebendiger, aber auch vor allem spannender. Noch spannender wurde es als wir die Rollen sprechen durften. Ich darf eine der Hauptrollen sprechen, Sue. Es war eine neue und lehrreiche Herausforderung. Wir haben gemeinsam mit Lisa Übungen gemacht, durch die man besser sprechen kann und haben viel über unsere Stimme dazu gelernt. Alles in einem ist es ein total tolles Projekt und ich bin froh ein Teil davon zu sein. Es ist toll zu sehen wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene in einem Team zusammen arbeiten. Das wichtigste ist der Anlass dafür! Wir wollen alle mehr für unsere Umwelt tun und darauf aufmerksam machen wie viele Leute sich darüber sorgen und was die Folgen des Klimawandels sein könnten.

Acelya, 16

Unser Tag mit Lisa Spickschen

Am 27.3 haben wir Besuch von Lisa Spickschen bekommen. Sie hat eine Schauspielausbildung und war bereits in mehreren Fernsehserien zu sehen. Bei ihr haben wir die richtige Aussprache, die passende Betonung und an den richtigen Stellen Pausen zu setzten gelernt.  Nach einigen Sprechübungen, die die Mundmuskulatur lockern sollen, haben wir zusammen unsere Dialoge überarbeitet und so verbessert. Es war eine tolle Erfahrung, zu lernen wie man gezielt und deutlich spricht. Jeder von uns kann etwas Nützliches und Schönes von diesem Besuch mitnehmen.

Tarkan Tosun und Finn Wöckener, 16/15

Ein Eindruck aus der Projektwoche mit Spax

Ich muss sagen, wie es nun mal so ist, hatte ich im Vorfeld Erwartungen an diese Woche und auch an das mögliche Endprodukt, das dabei entstehen könnte. Doch am Ende ist es hundertmal cooler geworden, als ich erwartet hatte.

Wenn mich jemand gefragt hätte, warum wir am Montag in die Heide gefahren sind, hätte ich keine vernünftige Antwort geben können. Aber auf der Rückfahrt wurde mir klar, dass man es nicht besser hätte lösen können. Denn die Landschaft in der Lüneburger Heide ähnelt stark der, die wir im Laufe der Woche für unsere Geschichte entwickelt haben. Außerdem sind wir uns alle im Laufe des Tages näher gekommen und bei den ersten kleinen Schritten zur Charakterentwicklung sind sehr produktive Arbeitsgruppen entstanden, in denen wir auch im Laufe der Woche noch gearbeitet haben.

Dabei habe ich auch gemerkt, dass der – teilweise doch recht große – Altersunterschied gar nicht schlimm ist. So fließen mehrere verschiedene Perspektiven zusammen und eine kreative Welt, in der unsere Geschichte spielt, konnte entstehen.

Ab Dienstag haben wir dann richtig intensiv mit der Arbeit an unserem Hörspiel angefangen. Wir haben die grobe Geschichte entwickelt, Charaktere näher beschrieben und angefangen die genauen Dialoge zu schreiben. Und das ohne Pausen. Ca. von 8 Uhr morgens bis 13:20 Uhr. Nein, wir wurden nicht gezwungen. Auch wenn das für die meisten Schüler wahrscheinlich unvorstellbar ist. Der Schlüssel ist, dass wir Bock drauf hatten und immer weiter arbeiten wollten. Man kann sich die Arbeit selber einteilen und sich selber Aufgaben geben. Wir hätten Pausen machen können, aber wir wollten es nicht, denn es fühlt sich einfach gut an zu spüren wie die Zeit verfliegt und man am Ende des Tages nach Hause geht, mit dem Gefühl etwas geschafft zu haben. Das Gefühl, wenn man die Geschichte bis spät Abends nicht aus dem Kopf bekommt und darüber nachdenkt, wie es weiter gehen könnte.

Ich habe in dieser Woche nicht nur viel Spaß gehabt und die anderen Projektteilnehmer besser kennengelernt, sondern auch etwas wichtiges gelernt. Dadurch, dass wir uns so sehr in diese Lage versetzt haben, was passieren könnte, wenn wir wirklich nichts tun, ist mir wirklich bewusst geworden, dass wir unbedingt etwas tun müssen.

Marie Lindert Albert-Einstein-Schule Laatzen

Grauzone – ein Slam von Spax

Ich möchte ein Eisbär sein – im kalten Polar –

dann müsste ich nicht mehr schreien – alles wär so klar. Na klar.

Grauzone

In den 80ziger – schien ja noch alles in Ordnung – technischer Vorsprung –

und Aktion „umweltfreundliches Auto“ – Erderwärmung war kein Thema –

da war ja sogar der Krieg noch kalt.

– obwohl Hitzköpfe an den Knöpfen saßen.

Früher war fast alles besser – strahlender Himmel über Tschernobyl –

heute sind wir – sehr mobil – aber trotzdem irgendwie stehen geblieben.

Trotz Testfahrt – im Tesla – vegetarisch – veganem Festmahl – Fasern aus Kevlar –

sind wir geistige Überflieger mit Weitblick und Reichweite einer Chesner.

Früher gab es – futuristisch anmutende schwarze Strände – mit glänzender Flora und Fauna.

In Unschuld geriebene zarte Hände. Der Kühlschrank Mutter Erdes‘ wird bald zur Sauna.

Früher wurden Probleme einfach unter den Ölteppich gekehrt.

Da hatte der Wal noch die Wahl – ob verklebtes Atemloch oder den Freitod durch stranden.

Heute kommt Fluß nicht von mehr von fließen – weil zu allem Überfluss die Flüsse versanden.

Da waren die Meere noch voll mit Fischen – aus Fisch – nicht aus Plastik.

Heute ist in vielen Brüsten ja nicht mal mehr Brust drin – wir sind flexibel, doch nicht elastisch.

Aber Hauptsache das Stehvermögen täuscht über die Formschwäche

der gesellschaftlichen Normfläche.

Umweltverschmutzung –

Wenn man diesem Damokles-Wort geschickt zwei Buchstaben entwendet

und durch 2 andere ersetzt, dann kommen wir neben dem Fakt auch zu Haltung:

Umwelt? WER? Schmutz? UND?

Wer möchte ein Eisbär sein? Im warmen Polar.

Von Scholle zu Scholle schwimmen. Kein Packeis mehr da.

Kein Partner zum paaren – nur Grolar und Pizzly –

Cappuccino Bären wie aus der Feder von Disney.

Und vielleicht sind ja im ganzen Müll noch ein paar Schwimmflügel.

Wir entsorgen die Sorgen – doch Energie ist nicht sauber, nur weil man den Abfall versteckt

oder spazieren fährt – das ist ein Castor-phaler Irrglaube.

Wir verkleben Aufkleber in allen Formen und Farben – für – Normen die wir haben –

die dafür sorgen – das wir Sorge tragen – das alles bleibt wie bisher.

Lobby – VW und das Fliwatüt – Wer nicht die Wahrheit sagt – der lügt!

Wer nicht die Wahrheit sagt – betrügt – Ohne Konsequenzen. Offensichtlich.

Wer braucht schon Fakten, wenn Behauptungen reichen –

und wenn Staublungen streiken – schüren wir erstaunliche Zweifel –

Reden uns fein raus – aus dem Feinstaub –

sogar wenn man selbst in eine Wolke eintaucht – und alles einsaugt – wie Weihrauch.

Nur weniger reinigend.

Medikamente im Trinkwasser –

leider keine Anti-IDIOTIKA –

leider keine Anti-PASSIVA –

Multiresistente Keime –

Multikulti-resistente Vereine – Pegida –

eine andere Form der Umweltverschmutzung.

Neben der Bild und ihrem Bild – und – Compact – wegen ihrem Pakt

– mit dem rechten Spektrum –

sie spielen eine Melodie auf zwei verstimmten Seiten – ohne –

Harmonien und Plektrum – schwarz/ weiß.

Sie –

denken lokal – sie hetzten lokal –

sie – debattieren IN einem Lokal – über eine Welt – so global –

so groß und doch so klein –

so wird der Durchschnittsbürger aus Angst zum Feind

-der Moral – und Ethik – der Rest versucht redlich –

Position zu beziehen – das Klima hier ist nicht angenehm

Sich der Situation zu entziehen –

ökologisch kaum möglich – auch wenn andere es anders sehen.

Wir reisen klimabewusst – wir kompensieren CO 2 –

Wir halten den Atem an – (PAUSE) vor lauter Entsetzten –

über den meteorologischen Straßenkampf

zwischen –

Frühlingssonne und Neuschnee.

NEIN! Es gibt keinen Klimawandel. Alles Fiktion.

Oder vielleicht doch nicht?

Zur Sicherheit zahlen wir einen Ablass – fürs Abgas –

geben Reiki auf Shakras – für mehr alternative Energien.

Hauptsache ein – gutes Gewissen.

Und erst wenn der letzte Quadratzentimeter Haut vom Hauptkrebs erobert wurde,

werden wir feststellen, dass man mit Geld das Ozonloch nicht stopfen kann.

Unser persönlicher ökologischer Fußabdruck hat die Größe von King Kongs Elfmeter-Fuß –

mit dem wir uns ein wunderschönes Eigentor schießen.

Lösungstechnisch stehen wir als T-Rex mit viel zu kurzen Armen im Kasten – sehen zwar eindrucksvoll aus, können aber nichts.

Klimawandel –

das Klima verwandeln –

über das Klima verhandeln –

Klimakapitalisten – Wir sind –

prima Kapitalisten – bereit alles zu geben .

Sogar unser Leben.

Bewusstsein

Die Welt von morgen. Die Welt, diese eine Welt da. Auch meine Welt von morgen, auch deine Welt von morgen. UNSERE Welt von morgen. Doch ist mir das wirklich bewusst? Nein, wahrscheinlich nicht. Doch was passiert überhaupt mit unserer Welt von morgen? Jetzt gerade in diesem Moment?! Und kann ich helfen irgendetwas zu ändern? WAS muss ICH ändern? WAS müssen WIR ändern?

Fragen, die sich nicht unbedingt jeder stellt.

Aber ich darf sie mir nicht alleine stellen, es ist nicht nur MEINE Welt von morgen. Und du zerstörst auch nicht nur DEINE Welt von morgen mit deinem Verhalten. Es ist unsere Welt, unser Zuhause.

Ich finde, man sollte sich diese Fragen definitiv stellen, sonst haben wir bald ein sichtlich größeres Problem als jetzt ohnehin schon. Auf jede Aktion von uns, jetzt, heute, in dieser Minute, wird eine Reaktion folgen. Das wird uns nicht gefallen. Uns allen. Was wir begreifen müssen ist, dass diese Reaktionen sich bereits heute zu einem unüberwindbaren Berg anhäufen, auch wenn wir es noch nicht spüren in unserem alltäglichen Leben. Ich weiß, es ist schwer für uns ein Problem zu begreifen, wenn es nicht sicht- und spürbar ist. Nur ist es dann schon zu spät!

Genau deswegen ist es also wunderbar, wenn Schüler/innen auf die Straße gehen und Demonstrationen organisieren. Selbst wenn sie keine „Profis“ in Sachen Klimapolitik sind. Denn wer ist das schon? Überhaupt ist es viel wichtiger, dass wir jetzt bemerken, dass etwas nicht richtig läuft. Wir wollen keinen Klimawandel! Deswegen fordern wir diejenigen auf etwas zu tun, die etwas ändern können. Wir müssen und wollen keine „Profis“ sein, es geht darum etwas aufzuhalten, was schon viel zu fortgeschritten ist. Nicht ob man, mir unbekannte, „Qualifikationen“ dafür besitzt, über das Thema Klimaschutz zu reden, sich dafür einzusetzten oder zu demonstrieren! Fridays for Future ist wichtig, weil junge Menschen sich dafür einsetzen etwas zu ändern, sich anfangen diese Fragen zu stellen und sich das Problem bewusst machen.

Marie Lindert, Albert Einstein Schule, Laatzen