Klimaschutzprojekt an der Waldorfschule

Als wir von dem Projekt, ein Hörspiel zum Thema Klimaschutz aufzunehmen, hörten, waren wir sofort begeistert und wollten mitmachen.

Der erste Tag fing auch direkt mit einem Ausflug in die Lüneburger Heide an, was sehr cool war!

Wir haben uns morgens mit Spax und Lorenz, die das Projekt organisierten, am Hauptbahnhof getroffen und sind mit dem Heidesprinter nach Schneverdingen gefahren. Von dort aus machten wir eine kleine Wanderung von ca. 30 Minuten, durchs Moor und an einer Herde Heidschnucken vorbei, bis wir bei der Alfred-Toepfer-Akademie für Naturschutz ankamen. Dort hat uns Dr. Eick von Ruschkowski empfangen und uns viel über die Heide, ihre Entwicklung und was wir tun können, um sie zu erhalten, erzählt. Nach einer kurzen Pause setzten wir uns dann zusammen und haben uns Ideen für unsere Story und das Hörbuch ausgedacht, die Charaktere ausgewählt und weitere Einzelheiten besprochen. Das hat viel Spaß gemacht! In Schneverdingen kam dann auch noch Spax‘ Frau Hilke dazu und hat uns geholfen.

Die nächsten drei Tage haben wir am Skript gearbeitet, was uns auch schwer gefallen ist, weil man auch auf die Logik und Zusammenhänge achten musste. Wir hatten so viele Ideen, dass es auch schwierig war, alle zu berücksichtigen, deswegen mussten wir auch viel wieder herausstreichen und umändern.

Am Mittwoch kam Evgenij, der die Geräusche und Tonarbeit im Hörspiel machen würde. Er hat uns einen kurzen Workshop zu seiner Arbeit gegeben, der sehr cool war. Am selben Tag besuchte uns Lisa, eine Schauspielerin und Sprachtherapeutin, die mit uns Sprech- und schauspielerische Übungen zu den einzelnen Szenen gemacht hat. Vor allem mit den Hauptrollen hat sie viel und intensiv gearbeitet, dass sie auch realistisch rüberkommen.

Am Donnerstag haben wir dann auch schon angefangen die Rollen einzusprechen, die Texte verfeinert und Blogbeiträge geschrieben.

Am Freitag war auch schon der letzte Tag. Wir haben noch die letzen Szenen eingesprochen und weiter für den Blog geschrieben.Am Ende hatte jeder eine Sprechrolle und wenn man auch nur einen kleinen Mini-Satz hatte, war es trotzdem aufregend und eine tolle Erfahrung.

Man sollte dieses Projekt auf jeden Fall berücksichtigen und zu Herzen nehmen, da der Klimawandel ja nun blanke Realität ist und alles daran gesetzt werden sollte ihn aufzuhalten.

Alles in einem hat es uns sehr gut gefallen. Die Leute waren alle super nett und wir hatten sehr viel Spaß!

Von Hannah und Johanna, FWS Hannover Maschsee

Essen fürs Klima

Ich ernähre mich vegan, und das nicht nur, weil mir die Tiere leid tun, die dort eingesperrt auf ihren Tod warten, sondern auch, weil ich nicht den hohen CO2- Ausstoß, der durch die Massentierhaltung ausgelöst wird, unterstützen möchte.

Beim Thema ‚Hoher CO2-Ausstoß‘, denken die meisten erstmal an die Autoindustrie und den riesen Dieselskandal, der ständig in den Nachrichten Thema ist, oder man denkt vielleicht ans Fliegen im Flugzeug, aber vielen ist nicht klar, dass ein großer Teil des CO2-Ausstoßes eigentlich aus der Massentierhaltung kommt. Man sollte sich einfach immer wieder bewusst machen, was für einen Weg ein Stück Fleisch schon hinter sich hat, bevor es fertig zubereitet auf einem Teller liegt. Und was für einen Schaden es auf diesem Weg schon verursacht hat.

Für ein einziges Stück Fleisch wird eine Menge Wasser und Fläche benötigt – beides Ressourcen, die in den letzten Jahren weniger geworden sind und die sich weiterhin verringern und so an Wichtigkeit und Wert zunehmen. Der Platz, der benötigt wird um das Futter für die Tiere anzubauen, hat einen hohen Preis, u.a. den Regenwald und damit die Lunge unseres Planeten.

Es ist auch ein Geheimnis, dass sauberes Trinkwasser ein Privileg ist, das nicht in allen Ländern und für alle Menschen gegeben ist. Auch für uns Deutsche könnte Trinkwasser in Zukunft zu einem Luxusgut werden.

Durch den massiven Fleischkonsum, wie er momentan stattfindet, wird unserer Planet extrem ausgebeutet. Die Folgen dieses Handelns machen sich langsam bemerkbar, wie zum Beispiel durch den Klimawandel. Lange kann es so nicht mehr weitergehen, es muss ein Wandel im Denken der Menschen stattfinden.

Es geht mir überhaupt nicht darum, jemanden zu zwingen sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Ich glaube einfach, dass es wichtig ist, dass man sich seines Konsums bewusst ist und man sich zwei Mal überlegt, ob man jetzt ein fettes Stück Fleisch wirklich benötigt oder es etwas anderes genauso gut tut.

Zum Beispiel, dass an Stelle eines Salamibrotes, man sich vielleicht einfach einen Aufstrich aufs Brot schmiert.

Wenn jeder ein wenig auf seine Ernährung und seinen Konsum achten würde, könnte schon so viel verändert werden. Auch wenn man sich entschließt, anstatt bei McDonalds oder Burgerking sich irgendwas für zwischendurch zu holen, lieber zu warten und Zuhause etwas richtiges kocht, sehe ich das schon als Fortschritt an. Wenn jeder etwas auf seine eigenen Handlungen achtet und es auch zulässt, mal ein bisschen aus seiner Bequemlichkeit rauszukommen, kann man schon eine Menge erreichen.

Aber ich glaube, das sehen viele nicht, da sie viel zu sehr nur in schwarz-weiß denken, ganz nach dem Motto: ganz, oder gar nicht.

Natürlich ist es besonders gut, wenn sich jemand dazu entschließt komplett auf Fleisch und/oder andere Tierprodukte zu verzichten, aber jeder Wille zählt.

Jolanda Lütke, FWS Hannover Maschsee

Heute war es mal wieder so weit! Wir starteten mit der dritten Episode unseres Klima-Hörspiels „Die Zeit davor – die Zeit danach“.

Nach der Geschwister Scholl Schule Berenbostel und der Albert Einstein Schule Laatzen sind wir diese Woche an der Waldorf Schule am Maschsee. Los ging‘s wieder mit einer Exkursion – zum Einstimmen und Kennenlernen wanderten wir durch Heide und Moor auf dem Weg zur Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz in Schneverdingen. Und dieses Mal hatten wir nicht nur absolutes Glück mit dem Wetter, wir haben sogar endlich mal den Schäfer und seine berühmten Heidschnucken getroffen.

In der Akademie angekommen starteten wir gleich mit der Arbeit an unserem Hörspiel. Die Schüler*innen waren wie immer total motiviert und kreativ und hauten eine Idee nach der nächsten raus. Die grobe Story im Gepäck fuhren wir zurück nach Hannover und nun freuen wir uns auf eine wunderbare Woche. 

Den Klimawandel gibt es nicht

Da bin ich also. In einem Auto, mitten unter all den anderen Autos. Die meisten hier befinden sich wohl auf dem Weg in den Oster-Urlaub, genau wie ich mit meinen Eltern. Schon kurz nach dem wir den Bereich um Hannover verlassen haben, steht am Rande der Autobahn eine große Fabrik. Ein grauer Betonklotz aus dessen länglichem Schornstein ein grauer Rauch quillt. Eine dicke graue Wolke, die vor diesem idyllisch blauen Himmel vollkommen fehl am Platz wirkt. Die Wälder, welche zu dieser Zeit schon grün und wie frisch mit den Pinsel dahin gemalt aussehen, haben mir dann doch besser gefallen, denke ich. Im nächsten Moment ist die Wolke auch schon wieder verschwunden, aber eine andere hat ihren Platz eingenommen, ein ewiger Kreislauf. Nur ist die Wolke bloß scheinbar verschwunden, wird mir dann bewusst. Bewusst, schon wieder dieses Wort. Ist es mir wirklich bewusst, dass diese graue Rauchwolke nicht einfach verschwindet, sondern meiner, unserer, deiner Zukunft schadet? Wahrscheinlich nicht, denn mit dem Verschwinden des Rauches denke ich nicht weiter darüber nach und der Gedanke wäre normalerweise auch in meinem Kopf verraucht. Was ein ironisches Wortspiel.


Und ist es nicht ziemlich doppelmoralisch hier über Rauchwolken, die aus Schornsteinen von Fabriken quillen, und das Klima zu philosophieren, wenn mein Text mit dem Fakt beginnt, dass ich in einem Auto auf dem Weg in den Urlaub sitze? Das bedeutet ca. 200 Kilometer und eine weitere eigentlich unnötige Belastung für das Klima. Könnte einem in der Tat doppelmoralisch erscheinen.

Und schon ist der Moment wieder vorbei, denn wir haben die Fabrik längst hinter uns gelassen. Vieles scheint vergänglich, so wie dieser Moment oder der Rauch, der aus den Schornsteinen zahlreicher Fabriken in die Atmosphäre steigt. Doch manches ist eben nicht so vergänglich wie wir immer glauben. Vieles ist nur Schein. Nur zwingt uns das auch so scheinheilig zu sein?

Den Klimawandel gibt es nicht, das wissen wir schließlich alle.

Marie Lindert, Albert Einstein Schule, Laatzen. 14.04.2019

Montag Matze

Als wir am Montag einen Ausflug in die Heide gemacht haben, um die Akademie zu besichtigen, waren neben Spax, Hilke und Lorenz noch weitere Personen dabei. Unter anderem Matze, der ein großartiger Zeichner ist und für unser Projekt die Figuren gezeichnet hat. Er erklärte uns, wie man eine Geschichte mit verschiedenen Schritten aufbaut. Wo unter anderem das Ausdenken der Charaktere dazu gehörte. Außerdem hat er, als wir Brainstorming gemacht haben, nebenbei alles sofort mit gezeichnet. Dieses tat er als wir über die Stadt gesprochen haben. Oder nebenbei hat er einfach los gezeichnet, wie den Steg, den wir gehen mussten, um nicht ins Moor einzusinken, um zur Akademie zu gelangen. Wir entwickelten die Charaktere mit einer Charakterisierung und Matze ging herum und zeichnete diese auf. Heraus kamen wunderschöne und echt aussehende Charaktere, die so aussehen, wie man es sich vorgestellt hat. Neben der lustigen und verrückten Art von Spax, hat Matze alles auch aufgelockert. Indem er genau wie die anderen Witze gerissen hat und einfach entspannt war. 

Yara, Albert Einstein Schule, Laatzen