Was habe ich persönlich aus dieser Woche für mich mitgenommen?

Unsere gemeinsame Woche hat sich für mich persönlich um mehr als nur den Klimawandel gedreht. Immer wenn wir vom Klimathema abgeschweift sind, weil es gerade um das Rezo Video ging oder um das Leben von Menschen in verschieden Kulturen, wurde uns nicht gesagt, dass wir uns auf das Projekt konzentrieren sollen, sondern die Themen, die uns gerade in diesem Moment beschäftigten wurden behandelt. Spax war es nicht nur wichtig, dass wir das Projekt im Auge hatten, sondern dass wir unseren Horizont auch anderweitig erweitern. 

Die Gespräche, unabhängig vom Projekt, aber auch die projektbezogenen Gespräche, haben mir deutlich gemacht, dass es Menschen gibt, die ihr eigenes Ego nicht zurückstellen und ihren eigenen Horizont nicht erweitern möchten. Und genau dies ist oft das Problem und hängt oft zusammen mit dem, was in dieser Welt schiefläuft. Sei es der Klimaschutz, der Tierschutz oder Kriege.

Im Klimaschutz kommen wir nicht weiter, da es Politikern wichtiger ist, wiedergewählt zu werden und Menschen ihre eigenen Bedürfnisse oft vor andere stellen. Sei es auf der Autobahn eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen oder die Abschaffung von Diesel- und Benzinautos – niemand möchte sich zurückstellen. Menschen, die nicht mehr so lange mit den Folgen leben müssen wie meine Generation, treffen Entscheidungen bzw. treffen eben keine Entscheidungen, die oftmals mehr Schaden anrichten als vorbeugen. Auch die, die sich sagen, dass sie etwas nicht machen wollen, da es sie in ihrem Leben einschränkt, stellen meiner Meinung nach ein Problem dar. Ist es denn wirklich so schlimm zu sagen, ich kaufe mir eine Glasflasche, ich werde meinen Fleischkonsum reduzieren und nur noch Biofleisch kaufen, da die Tiere artgerecht gehalten werden oder ich brauche kein Echtpelz? Nicht in einer Welt, in der Kunstpelz sich eigentlich kaum vom Echtpelz unterscheidet. Muss ich jetzt wirklich eine Plastiktüte nehmen, obwohl ich weiß, dass Plastik hunderte von Jahren braucht, um sich zu zersetzen? Meerestiere und Vögel essen das Plastik und sterben, wenn sie nicht rechtzeitig gerettet werden. Aber da sich viele Menschen nicht selbst einschränken wollen, werden wir die Themen, die aktuell thematisiert werden auch in der Zukunft thematisieren müssen, es sei denn, die Menschen als Individuum merken nicht nur, dass sich was ändern muss, sondern auch sie als Mensch. Denn Menschen sind der Grund, weshalb es mit der Erde bergab geht und weshalb Tierquälerei und Kriege existieren. Doch Menschen sind eben auch die einzigen Wesen auf der Erde, die dies ändern können und das ist eine Einstellung, die Menschen sich aneignen müssen und die jüngere Generationen lernen müssen, damit wir unseren Kindern und Kindeskindern ein Leben geben können, das sich auch lohnt zu leben.

Noura Tangara

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