Stimmen aus dem Klimaschutzworkshop

14 Jugendliche, fünf Tage, ein Ziel; ein Hörspiel zum Thema Klimawandel am Ende. All die Arbeit, die Mühe, das Lachen, Lernen und die Freude, vermögen diese Rahmeninformationen kaum widerzugeben. Doch das ist es ja eigentlich, was für uns Schüler das Projekt mit Spax und den Boys (inklusive Hilke natürlich) ausgemacht hat. Obwohl der Fokus immer auf die Produktion des Hörspiels lag, war dazwischen genug Raum, um sich intensiv mit verschiedensten Dingen zu beschäftigen.

Seien es unsere politischen Möglichkeiten als Schüler, die Option, persönlich durch die Arbeit an dem Projekt zu wachsen oder einfach nur ein wenig rumzublödeln. 

Es ging nicht nur um Politik oder den Klimawandel, nein, das Schreiben der Skripte, das Einüben von diesen zusammen mit Logopädin Lisa, das gemeinsame Über- und Bearbeiten waren genauso Teil des Projektes.

Was wir aus dem Projekt mitnehmen konnten, sind verschiedene Dinge.

An uns bspw. selbst konnten wir neue Eigenschaften entdecken. In einigen steckte vielleicht ein unentdecktes Talent zum Drehbuchautor oder zur Synchronsprecherin, das durch die freie Arbeit am Hörspiel zum Vorschein kam. Jeder konnte sich nach Belieben für den Erfolg des Endergebnisses engagieren und sein Bestes beitragen, ohne unter dem Druck einer abschließenden Note für sein Handeln zu stehen.

Uns wurde ein Bild von Unterricht und Schule gezeichnet, das wir als Schüler komplett konträr zu dem empfinden, was wir aus unserem Schulalltag gewohnt sind. Ein eigenständiges und individuelles Arbeiten, das den Fokus auf persönliche Fähigkeiten und Interessen eines jeden legt und in dem der Blick für jeden Einzelnen beibehalten wird. Der Tag ist nicht mehr strikt in Fächer eingeteilt, anstatt dessen wird uns ein Spektrum geboten, das vom kreativen Schreiben, über das Darstellende Spiel bis hin zu Diskussion und Argumentation führt. Jeder kann die eigenen Interessen ausleben und lernen, während alle an einem gemeinsamen Ziel arbeiten. 

Auch die Menschen, denen wir im Projekt begegnen durften, haben dessen Wert für uns ausgemacht. Seien es Spax, als Projektleiter oder Lorenz, Evgenij, Hilke oder auch Mitschüler, die mit uns gemeinsam an dem Projekt gearbeitet haben. Von deren Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen und natürlich mit der Hörspielproduktion konnten wir alle nur profitieren. 

Danke dafür nochmal!

Das Projekt brachte für uns nicht nur die ernsten Aspekte bezüglich des Klimaschutzes mit sich, sondern in erster Linie eine Menge Freude und Spaß am Ausleben unserer Gestaltungsmöglichkeiten und nahezu vollkommenen kreativen Freiheit. Das fertige Hörspiel kennen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht, freuen uns jedoch darauf, es hören zu dürfen!

Die politischen Aspekte sind natürlich auch nicht außen vor zu lassen. Auch uns, als Schüler in Zeiten von „Fridays for Future“ und Sozialen Netzwerken, haben die letzten Monate politisch stark bewegt. Zunehmend wird sich, auch in unserem persönlichen Umfeld, über den Klimawandel, ein stetiges Besorgnis bezüglich unserer Zukunft, Gedanken gemacht. Die Thematik bringt für uns immer wieder eine gewisse Enttäuschung und einige Fragen mit sich: Warum wird dem Problem erst jetzt, wo es quasi vor der Tür steht, Aufmerksamkeit gewidmet? Und warum ist diese Aufmerksamkeit, die sich um unsere Zukunft drehen sollte, nicht selten beeinträchtigt durch sekundäre, oft nahezu scheinheilig wirkende Besorgnisse um Konjunktur oder schwarze Null? Wieso wird sich eher auf das Klientel der Senioren fokussiert, als auf das derjenigen, die noch ihr gesamtes Dasein auf dieser Erde zu fristen haben, uns?

-von Nils Müller und Linn Degner

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