Essen fürs Klima

Ich ernähre mich vegan, und das nicht nur, weil mir die Tiere leid tun, die dort eingesperrt auf ihren Tod warten, sondern auch, weil ich nicht den hohen CO2- Ausstoß, der durch die Massentierhaltung ausgelöst wird, unterstützen möchte.

Beim Thema ‚Hoher CO2-Ausstoß‘, denken die meisten erstmal an die Autoindustrie und den riesen Dieselskandal, der ständig in den Nachrichten Thema ist, oder man denkt vielleicht ans Fliegen im Flugzeug, aber vielen ist nicht klar, dass ein großer Teil des CO2-Ausstoßes eigentlich aus der Massentierhaltung kommt. Man sollte sich einfach immer wieder bewusst machen, was für einen Weg ein Stück Fleisch schon hinter sich hat, bevor es fertig zubereitet auf einem Teller liegt. Und was für einen Schaden es auf diesem Weg schon verursacht hat.

Für ein einziges Stück Fleisch wird eine Menge Wasser und Fläche benötigt – beides Ressourcen, die in den letzten Jahren weniger geworden sind und die sich weiterhin verringern und so an Wichtigkeit und Wert zunehmen. Der Platz, der benötigt wird um das Futter für die Tiere anzubauen, hat einen hohen Preis, u.a. den Regenwald und damit die Lunge unseres Planeten.

Es ist auch ein Geheimnis, dass sauberes Trinkwasser ein Privileg ist, das nicht in allen Ländern und für alle Menschen gegeben ist. Auch für uns Deutsche könnte Trinkwasser in Zukunft zu einem Luxusgut werden.

Durch den massiven Fleischkonsum, wie er momentan stattfindet, wird unserer Planet extrem ausgebeutet. Die Folgen dieses Handelns machen sich langsam bemerkbar, wie zum Beispiel durch den Klimawandel. Lange kann es so nicht mehr weitergehen, es muss ein Wandel im Denken der Menschen stattfinden.

Es geht mir überhaupt nicht darum, jemanden zu zwingen sich vegetarisch oder vegan zu ernähren. Ich glaube einfach, dass es wichtig ist, dass man sich seines Konsums bewusst ist und man sich zwei Mal überlegt, ob man jetzt ein fettes Stück Fleisch wirklich benötigt oder es etwas anderes genauso gut tut.

Zum Beispiel, dass an Stelle eines Salamibrotes, man sich vielleicht einfach einen Aufstrich aufs Brot schmiert.

Wenn jeder ein wenig auf seine Ernährung und seinen Konsum achten würde, könnte schon so viel verändert werden. Auch wenn man sich entschließt, anstatt bei McDonalds oder Burgerking sich irgendwas für zwischendurch zu holen, lieber zu warten und Zuhause etwas richtiges kocht, sehe ich das schon als Fortschritt an. Wenn jeder etwas auf seine eigenen Handlungen achtet und es auch zulässt, mal ein bisschen aus seiner Bequemlichkeit rauszukommen, kann man schon eine Menge erreichen.

Aber ich glaube, das sehen viele nicht, da sie viel zu sehr nur in schwarz-weiß denken, ganz nach dem Motto: ganz, oder gar nicht.

Natürlich ist es besonders gut, wenn sich jemand dazu entschließt komplett auf Fleisch und/oder andere Tierprodukte zu verzichten, aber jeder Wille zählt.

Jolanda Lütke, FWS Hannover Maschsee

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